Andere Betthälften.

Ein bisschen Distanz ist zwischen uns. Abwägende Blicke auf den Menschen, der noch schlafend auf seiner Betthälfte liegt. Immer ein bisschen zurückhaltend.

Es war doch einmal anders. Du konntest nicht nah genug sein. Mit den Füßen, mit Händen und deinen Lippen auf meinem Mund. Bloß nicht loslassen, immer eine Hand auf deinem warmen Körper.

Jetzt scheust du es. Drehst den Rücken zu mir, ich zu dir. Kein Kuss, alles Alltag.

In manchen klaren Momenten versuchst du das Leben vor ein paar Monaten wieder zu haben. Versucht so hart, wünscht und hoffst. Je mehr du scheiterst, desto mehr willst du es.

Dann schaust du auf die andere Betthälfte und die ist leer. Es macht nichts mehr, weil du schon lange wieder mehr Platz wolltest. Allein.

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