Was ist denn mit der los? oder Hat die jetzt nicht mehr alle?, ja genau das dürft ihr jetzt denken, denn das ist das dritte Hörbuch diesem  Monat. Ich, die vorher immer Abstand zu Hörbüchern genommen hat, nie Lust hatte so etwas anzumachen, hört jetzt Hörbücher am Stück!

Nach dem Meister des Horrors und einer mysteriösen Highschool Geschichte, dachte ich, da muss doch mal ein Klassiker her. „Wachen, Wachen“ von Terry Pratchett passt da genau ins Konzept und es ist gelesen von Stefan Kaminski. Jippieh!

Pratchett-Wachen

 

Eine zwielichtige Sekte mit dem vielsagenden Namen „Die aufgeklärten Brüder der völlig schwarzen Nacht“ beschwört einen gewaltigen Drachen über Ankh-Morpork herauf, der die ganze Stadt in Schutt und Asche zu verwandeln droht. Wie soll es anders sein — der Drache gerät außer Kontrolle und nur die mutige Stadtwache kann Ankh-Morpork vor dem Untergang bewahren. Samuel Mumm und seine Männer haben alle Hände voll zu tun, bis plötzlich von unvermuteter Seite Hilfe naht.

Los geht es nach Ankh-Morpork. Ich habe sieben spannende Stunden vor mir!

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Liest du mehrere Bücher parallel?

Ich fühle mich bei dieser Frage so schuldig, aber ja, ich gestehe:

Ich bin ein polygamer Büchernarr!

Ich lese viele Bücher gleichzeitig, da ich immer wieder auf den komischen Trichter komme, dass ich GENAU IN DIESEM MOMENT genau DIESES BUCH lesen muss und alles andere dafür stehen lassen soll. Zur Glück kann ich mich immer sehr gut an den Inhalt eines Buches erinnern, auch wenn ich lange nicht mehr darin gelesen habe.

Mein „guter Vorsatz“ für die kommende Zeit (haha!) ist es ja, dass ich nur ein Buch lese, darüber eine Rezension schreibe UND dann ein neues anfange. [Wer mich kennt, wird genau an dieser Stelle in einen Lachkrampf ausbrechen!] Ich verspreche Besserung, denn eigentlich ist es den Büchern gegenüber nicht fair. Ich meine, jedes Buch braucht seine Beachtung, jede Geschichte braucht seine Zeit und seinen Platz. Vielleicht schließe ich große Lesemomente dabei auch, wenn ich schon ein neues Buch im Kopf habe. Auch die schiere Masse an Büchern, die hier rumstehen und gelesen werden wollen, setzt mich unter Druck. Kennt ihr dieses Gefühl von Büchern beobachtet zu werden? Hoffentlich will mich jetzt niemand in die Klapse einweisen, aber genauso fühlt es sich an, wenn ich lese und alle anderen Bücher im Regal bleiben müssen!

Ich breche ja selten Bücher ab und quäle mich dann schlechten Gewissens doch durch, aber bei diesem Exemplar ging das mal gar nicht. „Die Traumfängerin“ von Nora Roberts stammt aus dem Ende der 80iger Jahre. Da sollte ich ja schon prinzipiell vorsichtig sein, wie sich das in meinen letzten Büchern der Nora Roberts Challenge bewiesen hat. Aber ich wollte der Sache doch einfach mal wieder eine Chance geben, gerade weil es neu aufgelegt wurde.

Doch ganz ehrlich, das ging überhaupt nicht. Kurz zum Inhalt:

Ein fesselnder Liebesroman von Nora Roberts, der in der faszinierenden Welt der Parapsychologie spielt: umstritten, geheimnisvoll, wenig erforscht. Ein spannendes Lesevergnügen, das zeigt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns erklären können. Eine packende Story, die von übernatürlichen Begabungen und dunklen Ängsten handelt. Und eine sinnliche Liebesgeschichte zwischen einer Frau, die das zweite Gesicht besitzt, und einem engagierten Filmproduzenten aus Los Angeles …(Rückentext meiner Ausgabe 3. Aufl., Dezember 2004)

Ja genau so etwas lässt Böses ahnen, oder? Ich geb es ja zu, ich stehe auf diesen mystischen Touch in Frau Roberts Romanen. Immer etwas geheimnisvoll und die Liebe wird durch eine Macht gelenkt. Hört sich kitschig an, ist es auch. Aber hier wurde die ganze Sache auf die Spitze getrieben. Was für ein gequirlter Schwachsinn.

Helle Liebe, dunkle Träume: Ein fesselnder Roman von Nora Roberts über die geheimnisvolle Welt des Paranormalen!Liebe? Lieber nicht! denkt die junge Künstleragentin Amely Fields. Doch der smarte Dokumentarfilmer David Brady macht ihr einen Strich durch die Rechnung: Für ein Filmprojekt will er ihre Klientin Clarissa DeBasse interviewen. Amely muss Clarissa vor allzu neugierigen Fragen schützen und gerät plötzlich selbst ins Visier des attraktiven Filmemachers. Denn David scheint entschlossen, sie zu erobern! Und damit gerät Amelys bestgehütetes Geheimnis in Gefahr. Denn je stärker die Emotionen werden, desto unbezähmbarer ist ihre Gabe: Amely besitzt das Zweite Gesicht, kann in die Zukunft schauen und hat Träume und Visionen, die ihr mehr verraten, als gut für sie ist.

Das sagt doch alles oder? Die Charaktere sind eher schlecht als recht geschrieben, ihre Dialoge lahm. Vor allem David ist so ein Typ, den man getrost als Macho der ersten Klasse bezeichnen kann. Er bekommt immer was er will und er will sie. Ratet mal, wie die Geschichte ausgeht. Klar, ich habe das Buch abgebrochen und nur kurz ins Ende hineingelugt, aber das war doch schon von den ersten Seiten klar. Amely spielt zwar die Unnahbare, aber innerlich trifft es sie wie ein Schlag als sie David sah. Die sexuelle Spannung tropft gerade zu aus den Seiten heraus. Ich bin ja schon viel gewohnt und lese Schmachtfetzen mit Vorliebe, aber nein, das ging mir sogar zu weit.

Jedoch möchte ich wieder eins bemerken: Es wird geraucht. Und zwar nicht zu knapp. In unserer Zeit, wo in jedem öffentlichen Gebäude Rauchverbot (gut so!) und in jeder Kneipe man vor der Tür (mehh!) frieren muss um an sein Suchtgut zu kommen, ist es ganz erheiternd, wenn die Protagonisten doch mal am Glimmstängel ziehen. Ich bin für mehr rauchende Figuren und nicht nur die Bösewichte! Liebe Autoren, seid doch mal aufgeschlossen.

 

Im Großen und Ganzen verleihe ich dem Buch das Prädikat: Nicht lesenswert!