Du findest mich am Ende der Welt • Nicolas Barreau // BOOK

Du findest mich am Ende der Welt • Nicolas Barreau // BOOK

Als der Galerist Jean-Luc Champollion eines Morgens den Liebesbrief einer Unbekannten in der Post findet, ahnt er noch nicht, dass sein wohltemperiertes Leben von jetzt an völlig auf den Kopf gestellt werden soll. Denn bald schon hat Jean-Luc nur noch ein Ziel: Er will die kapriziöse Unbekannte finden, die sich »Principessa« nennt und die verführerischsten Briefe der Welt schreibt. Doch wer ist diese Frau, die ihn mit zarter Hand und spitzer Feder durch eine turbulente Liebesgeschichte lenkt?

Inhalt, “Du findest mich am Ende der Welt

Dieses Buch ist wie für mich gemacht. Es spielt nicht nur in Frankreich, nein sogar in Paris. Doch, was das Buch für mich um so vieles interessanter macht: Es ist ein Buch über die Kunst. Ein Galerist in Paris verbunden mit Liebe und der Wortkunst von Nicolas Barreau. Das Buch wurde persönlich für mich geschrieben. Nachdem ich „Das Lächeln der Frauen“ mit Begeisterung und einer Packung Taschentücher für die Tränen genossen habe, freute ich mich mehr denn je auf mein zweites Buch von Nicolas Barreau.

Ein Liebesbrief

Ein Liebesbrief zu schreiben ist eine heikle Sache. Du legst dem Leser, der Person deines Herzens, selbiges offen. Machst dich verletzbar und schwach, aber beweist zugleich Größe. Liebesbekundungen in literarischer Form zu gestehen hat schon historische Bedeutung. Alle „Großen der Zeitgeschichte“ schrieben der oder dem Geliebten Briefe um die Distanz zu überbrücken oder ihren Schmerz darüber kund zu tun getrennt zu sein. Schon bei Ovid fand man die ersten Liebesbriefe. Im Mittelalter wurden der unerreichbaren Dame des Herzens Minnelieder gewidmet. Jeder hat schon einmal geliebt und einige haben ihren Gefühlen damit Ausdruck verlieren. Sogar Carry hat bei Sex and the City das Buch „Liebesbriefe großer Männer“ gelesen und wusste um die schönen Worte. Liebesbriefe haben schon immer eine besondere Wirkung auf uns.

Das Buch

So bin ich auch an dieses Buch herangegangen. Die Sprache von Nicolas Barreau in der er Situationen und Gefühle fasst ist hier genauso berührend wie ich es gewohnt war. Spätestens, wenn einem ein kleiner Seufzer entfährt, hat das Buch getroffen. Zumindest sprachlich.
Der Hauptdarsteller ist der Galerist Jean-Luc Champollion. Er lebt mit seinem Hund zufrieden in Paris. Er liebt die Kunst und sein Leben, denn es könnte nicht leichter sein: aufregende Frauen, weinschwangere Abende und Freunde. Doch eines Tages findet er einen Brief einer Unbekannten an ihn adressiert. Hier beginnt die Geschichte interessant zu werden, denn Jean-Luc will herausfinden wer diese abenteuerliche Frau ist, die ihm mit spitzer Feder den Kopf verdreht.
Es beginnt eine Jagd durch die Vergangenheit zu seinem ersten Liebesbrief, über Liebschaften und Frauen in seinem Leben, bis hin zu ihr, der unbekannten „Principessa“. Ich will nicht zu viel verraten, doch das Ende, nun, ich habe es geahnt, aber nicht gehofft.

„Du findest mich am Ende der Welt“ ist ein herrliches Buch für einen kurzen Nachmittag. Es ist gelesen, aber auch schnell vergessen. Die Geschichte, so turbulent sie zuerst scheint, ist sie nicht. Das Ende ist mäßig bis enttäuschend. Leider kann es „Das Lächeln der Frauen“ nicht ansatzweise das literarische Wasser reichen. Stellenweise erinnerte es mich stark an meinen Lieblingsfilm „E-Mail für dich“, den ich nicht nur gefühlt tausende Male gesehen habe und der mich jedes Mal in der einen Szene am Park wieder zum weinen bringt. Diese Gefühlsausbrüche kann ich leider mit dieser Lektüre nicht hervorrufen. Obwohl die Geschichte so viel Potential hat, bewegte sie mich überhaupt nicht. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht mit zu hohen Erwartungen herangegangen bin, noch ganz in wohliger Erinnerung meines ersten Buches, aber es ist schlichtweg nicht so gut. Man kann es lesen, aber verpasst nicht, wenn man dieses Buch nicht sein Eigen nennt. 

Rezension Du findest mich am Ende der Welt Nicolas Barreau

Rezension // Du findest mich am Ende der Welt // Nicolas Barreau

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