IN THE MONTH OF | Mai 2016

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Wenn ich so auf den Mai zurückblicke, glaube ich gar nicht, dass er endlich zu Ende ist. Auf der einen Seite freue ich mich sehr darüber, denn der ganze Stress und alle Termine sind hinter mich gebracht, aber es ist schon wieder ein Monat vergangen in 2016. Die Erde dreht sich genauso schnell wie zuvor, jedoch geht die Zeit immer schneller ins Land. Dabei wird das Gefühl einige wichtige Dinge bleiben auf der Strecke, immer größer. Familie, Freunde und die Liebe leiden derzeit sehr darunter. Ich glaube jedoch, dass 2016 nicht nur ein Jahr voll Stress und verpasster Gelegenheiten ist, sondern auch einiges zu bieten hat, wenn man nur genau hinschaut. Diesen Monat habe ich mich der Literatur, Berlin und auch endlich wieder Freunden gewidmet.

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Wie man so schön sagt, gab es im Mai etwas auf die Ohren. Die Ruhe, die mir fehlte um mich mit einem Buch hinzusetzen um es zu lesen, habe ich in mein Audible Abo gesteckt. Der Luxus an einem Hörbuch ist Unabhängigkeit Dinge dabei zu erledigen, sich dabei Gedanken zu machen oder ganz einfach im Bett zu liegen und der Stimme zu lauschen. Im Mai habe ich insgesamt 34h 6min Geschichten gelauscht. Ich war in Westeros, habe Harold Fry bei einer Reise zu sich selbst und in seine Vergangenheit begleitet und bin der nahenden Zombieapokalypse nur knapp entronnen. Mit „Panikherz“ von Bejamin Struckrad-Barre habe ich ganz zum Schluss begonnen. Bis jetzt bin ich mir noch unschlüssig, ob diese Geschichte ganz meins ist, aber man soll das (Hör-)Buch erst nach seinen letzten Zeilen beurteilen.

 

Nicht nur gelesene Geschichten waren diesen Monat bei mir wieder mehr en vogue. Seit einiger Zeit lese ich Comics. Angefangen hat alles mit The Walking Dead, weil mir das alles nicht schnell genug vorwärts ging, dann wollte ich mehr über Serien wissen, wie Jessica Jones. Irgendwann bin ich dann so tief in all das eingetaucht, dass ich von der schieren Fülle der Charaktere, Geschichten und Universen so überflutet war und nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Also überlegte ich, welche Geschichten mich besonders interessieren. In der Literatur ziehe ich starke Frauenrollen vor und wo bitte soll es mehr starke weibliche Rollen geben als im Comic? Natürlich denkt man an Superman oder The Hulk, aber das ganze Comic-Universum bietet eine Fülle an Geschichten, die Frauen in der Hauptrolle supporten. Sie sind ganz unterschiedlich, haben verschiedene Hintergrundgeschichten, jeder ein anderes Schicksal und verkörpern so viele Lebensmodelle. Diesen Monat widmete ich mich u.a. Jessica Jones Vol. 2, dem weiblichen Thor und den fabulösen Rat Queens.

Mal eine kleine Frage am Rande: Wäret ihr daran interessiert, wenn ich über dieses Thema mehr schreiben würde? Mich mehr Comics widmen würde? Ich kann natürlich nicht umfangreichen Wissen über Zeichner, Reihen und allerhand Verknüpfungen glänzen, doch meine Meinung über die Geschichte kann ich kundtun.

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Zudem begann ich mit „Jogginghosen-Henry“, einem Jugend-Liebe-Metal-Roman, der mich sehr entzückt hat. Dazu aber kommende Woche mehr.

Leben.

Processed with VSCO with hb2 presetWenn ein Monat das Prädikat turbulent verdient hat, dann war es dieser Mai. Nicht nur der Job, die Uni und all anderer Kram vereinnahmten mich, auch sollte ich endlich etwas für mich machen. Meine ganz persönlichen Interessen ausleben und mich wieder ein Stück mehr überwinden. Dieses Jahr verfeierte die Re:publica ihr 10-Jähriges und ich konnte es mir nicht nehmen endlich nach Berlin zu fahren um mir das einmal selbst anzuschauen. Lasst euch gesagt sein, es war fantastisch. Ich habe so viele neue Menschen kennengelernt, meinen Horizont durch interessante Themen erweitert und ich bin dankbar dafür, dass es so viele Sichtweisen gibt, die mich selbst voranbringen. Es fällt mir schwer alles in Worte zu verfassen, die dem gerecht werden. Es ist gut sich darüber bewusst zu werden, dass Menschen zu gleichen Themen unterschiedliche Meinungen haben, sich jedoch mit ihrer Meinung gegenseitig respektieren. Mit dem Blick auf die Nachrichten des letztes Jahres fehlt diese Erkenntnis. Es ist der respektvolle Umgang miteinander und das Ziel sich nicht gegenseitig zu verletzten oder zu diskriminieren. An dieser Stelle will ich keine politische Diskussion starten. Es soll nur soviel gesagt sein: Ein friedlichen, respektvolles Miteinander, welches nicht bestimmt wird durch Hautfarbe, Religion, Abstammung oder Bildungsgrad sollte das sein, was wir alle anstreben sollten. Es gibt nur diese eine Welt und wir teilen sie uns.

Bloggen.

Diesen Monat war es soweit. Ich habe mich getraut mit viel Anlauf meinen Blog wieder online zustellen. Das Feedback, was ich via Twitter, Mail und hier auch in den unzähligen Kommentaren bekommen habe, hat mich schier aus den Socken gehauen. Ich kann mit so viel Freude auf meinen Blog und was da noch kommen wird gar nicht so recht umgehen. Einerseits freue ich mich wie wahnsinnig, andererseits setzt es mich unter Druck. Jedoch hole ich dann mein Mantra heraus und spreche leise vor mich hin „Ommm, alles ohne Druck. Ich blogge für mich.“. Was das angeht, habe ich mich übrigens ein bisschen geärgert. Es geht um genau das Feedback. Andere Blogger freuen sich natürlich auch über Feedback, verlieren aber den Blick fürs Wesentliche. Ja, es ist schön beachtet zu werden, aber darüber jammern bringt genauso wenig. Sich darüber beschweren, dass niemand Feedback gibt, bringt auch keine Besucher auf den Blog. Ich weiß nicht, welche Erwartungen viele Blogger haben, denn eins muss man sich immer ins Gedächtnis rufen: Es wird nur eine geringe Auswahl von Menschen mit ihrem Blog bekannt. Darum sollte man sich auch klar sein: Sei dankbar über Stammleser, denn die sind mehr wert als alles andere.
Wenn wir schon übers Bloggen reden, dann will ich meinen Blogeintrag euch nicht vorenthalten. Ich schrieb über meine Kindheit, über Erinnerungen und bekannte Gerüche. In der Küche stehen und Käsekuchen backen.

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An letzter Stelle – und dann sind wir auch durch mit dem Thema Mai – sind Blogvorhaben. Ich setzte mir zwar das Ziel mir keine Ziele zu setzen, jedoch eins habe ich: Ken Follett lesen. Wie ich darauf gekommen bin? Ganz ehrlich, es kam einfach so über mich. Große Sagas um Familien in ein gut recherchiertes, historischen Zeitgeschehen machen mich immer ganz kribbelig. Ich liebe es in dieser Zeit zu versinken, mich in Geschichten zu verstricken und durch viele Seiten zu wühlen. Warum ich nicht eher Herrn Follett gefolgt bin, kann ich vielleicht nur an der – für mich – schlechten Verfilmung des ersten Teils „Die Säulen der Erde“. Für 2016 habe ich mir aber vorgenommen: Laura, du liest diese Bücher endlich. Natürlich habe ich mir sie auch gleich bestellt. Als Motivation. Aus Verlangen.

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4 Comments

  1. avatar 4. Juni 2016 / 16:23

    Hallo Laura,

    ein schöner Beitrag! Die Bücher von Ken Follett kann ich dir nur wärmstens empfehlen, ich habe sie alle geliebt und er ist einer meiner Lieblingsautoren!

    Mich würden deine Meinungen zu Comics auf jeden Fall interessieren.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

  2. avatar
    Ute
    5. Juni 2016 / 17:26

    Liebe Laura,
    ein kleiner Kommentar von einer Stammleserin, die sehr selten irgendwo kommentiert. :-)
    Ich denke schon länger darüber nach, ob ich endlich mal ein Comic lesen sollte. Ich liebe Jessica Jones und bin schon ein wenig neugierig geworden. Aber ist das was für mich? Ich bin noch unsicher. Also ruhig mehr zum Thema Comics!
    Ansonsten: Ich freue mich immer sehr, wenn Du einen neuen Beitrag postest. Mach Dein Ding! <3
    Liebe Grüße
    Ute

  3. avatar 5. Juni 2016 / 21:09

    Ah, Ken Follet. Mein Vater hat ein paar Bücher von ihm bzw. Hörbücher (lesen ist nicht so seins. Er braucht eeeeewig für ein Buch, also hört er sie lieber, aber sehr selten). Früher hätte ich sicher auch diese Bücher gelesen, seit ein paar Jahren bin ich aber von meinem historischer-Roman-Trip runter. Damals, als ich noch jung war *hust*, habe ich gerne Rebecca Gablé gelesen. Hab mich aber dann daran satt gelesen.

    „Jogginghose-Henry“ klingt irgendwie interessant, werd ich mir mal merken. 😊

  4. avatar 17. Juni 2016 / 23:09

    Ha! Da kann ich ja bald mehr lesen und hätte gar nicht vorab fragen müssen: ich freue mich auf Henry! ;)

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