Kindheit aus Käsekuchen. | FOOD

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Käsekuchen ist Frieden auf Erden, ein Wohlgenuss für den Gaumen und eine Erinnerung an meine Kindheit.

Leider gab es in meiner Kindheit keine große Backtradition. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, kann ich mich schwerlich an Backerlebnisse erinnern. Mit Mehl, Eiern und Hefe wurde zwar ab und zu herumhantiert, jedoch nicht in dem Maße wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Ich jedoch habe meine Leidenschaft zum Backen schon vor einer Weile entdeckt und mein eigenes Meisterstück mit einem selbst gebackenen Frankfurter Kranz geschaffen. Warum ich euch das erzähle und was das mit Käsekuchen zu tun hat, will ich euch jetzt berichten.

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Seit 5 Jahren schreibt, kocht, backt und reist [das Wortspiel ist unbeabsichtigt] Mareike auf Girlontravel.de durch die Welt. 5 Jahre sind eine sehr lange Zeit, die gefeiert werden müssen. Zur Feier des Jubiläums tischt sie Rezepte aus Omas Küche auf und erinnert sich damit an familiäre Feste und ein Stück Kindheit. #HAPPYGIRLONTRAVEL

Genau das wollte ich auch tun. Gekocht wurde in unserer Familie immer gern und abwechslungsreich, doch bei der Bäckerei scheiterte es. Meine Stärke liegt in den süßen Sachen des Lebens, oder auch den brotigen. Solange es gebacken ist, fühle ich mich heimisch in der Küche. Ich zermaterte mir meinen Kopf, überlegte hin und her bis mich der Geistesblitz traf.

Es gab die kleinen Momente, wenn meine Oma (und auch meine Mutter) in der Küche stand und Quarkkuchen buk. Entweder ganz klassisch oder in der Variante mit Rhabarber, Kirschen oder anderen Beeren. Quarkkuchen – auch liebevoll Käsekuchen genannt – ist die seltene Erinnerung an meine Kindheit.

Ohne Frage musste ich zu dieser Gelegenheit einen backen. Es ist immer noch mein Lieblingskuchen, denn nichts macht so glücklich wie ein saftiges Stück Käsekuchen. Das Rezept ist ein Klassiker mit Mürbeteigboden und saftiger Füllung. Ich habe alles ein bisschen abgeändert, damit es mehr nach Kindheit schmeckt, aber gleichzeitig auch mich repräsentiert.

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Käsekuchen nach Kindheitserinnerung.

Mürbeteig Rezept

  • 300g Mehl [Type 405]
  • 200g Butter
  • 100g Puderzucker
  • 1 Ei [Größe M]
  • 1 Prise Salz

Und so gehts! Das Ei und 100g Puderzucker schaumig schlagen. Die Butter kurz in der Mikrowelle oder im Topf erwärmen und zur Ei-Puderzucker-Mischung hinzugeben. Gut unterheben. Zu den zusammengemixten flüssigen Zutaten 300g Mehl geben und eine Prise Salz hinzu. Nun alles zu einem glatten Teig verkneten. Entweder mit viel Handarbeit oder dem Knethaken eurer Küchenmaschine. Danach 30 Minuten in den Kühlschrank zum ruhen legen.

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Käsekuchen-Füllung

Solange der Teig im Kühlschrank ruht, kann man die köstliche Füllung vorbereiten. Dazu braucht man:

  • 500g Magerquark
  • 500g Quark, 20% Fett
  • 200g Zucker
  • 150ml Speiseöl
  • 2 Eier [Größe M]
  • 1 TL Vanille Extrakt oder Zitronensaft
  • 0,5 Liter 1,5% Milch
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Pck Vanillepudding Pulver

Und so gehts! Alle Zutaten zusammen mit der Küchenmaschine oder genug Handschmackes klümpchenfrei zusammenrühren. Den kalten Mürbeteig großflächig ausrollen und in die gebutterte Springform geben oder mit den Händen in die Form drücken. Vergesst nicht einen ordentlich hohen Rand mit dem Teig zu formen, damit die Füllung nicht überläuft.

Den Kuchen bei 200 °C für etwa 60 Minuten in den vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene stellen. Damit der Kuchen nicht braun wird [ich persönlich mag das], kann die Backform mit Alufolie abgedeckt werden.

Voilà! Der Kuchen sollte lange genug ausgekühlt sein, bevor ihr die Springform öffnet. Genießt die weiche, saftige Schönheit an Käsekuchen mit einer guten Tasse Kaffee und einem Buch.

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Käsekuchen ist für mich der Inbegriff der Liebe. So einfach gemacht und macht trotzdem unverschämt glücklich. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig aus meiner Kindheit heraus inspirieren. Der Käsekuchen will gebacken werden!

2 Comments

  1. avatar 25. Mai 2016 / 6:49

    Ich liebe, liebe, liebe Käsekuchen und deinen neuen Blog auch. 😍

  2. avatar 28. Mai 2016 / 20:19

    Käsekuchen gehört zu meinen Lieblingskuchen. Aber eigentlich mag ich jeden Kuchen. 😊

    Bei uns wurde immer viel gebacken. Im Herbst Pflaumenkuchen mit Pflaumen aus dem Garten. Weihnachtsplätzchen. Waffeln. Marmorkuchen. Die Klassiker eben. Der Hefeteig meiner Oma war der beste. Ich weiß nicht wieso, aber der von meiner Mutter schmeckt anders, aber wir können uns nicht erklären, wieso.
    Meine andere Oma konnte übrigens nicht backen/kochen. Da gab es dann Fladen vom Bäcker oder TK-Apfelstrudel.

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