No fancy Shit: 2018 wird wieder gebloggt.

No fancy Shit: 2018 wird wieder gebloggt.

 

Zeit vergeht. Manches bleibt & vieles ändert sich. Mein letzter Blogpost ist jetzt schon fast zwei Jahre her und ich fühle nichts: keine Schuld, weil ich nichts geschrieben habe. Kein Druck, weil ich ja doch noch einmal schreiben sollte. Rein gar nichts, denn das ist okay.

Ich habe mich 2016 dazu entschieden aus viele Gründen das Bloggen an den Nagel zu hängen und nicht mehr mindestens einen Post pro Woche zu generieren. Davor gab es schon einige Reanimationsversuche, die alle nach kurzer Aufphase wieder scheiterten. Also musste ich mir eingestehen: das schaffte ich eh nicht mehr, denn viele meiner Prioritäten hatten sich verschoben. Zudem hatte ich den Anschluss an all den coolen SEO Kram verloren. Werbeeinnahmen? Kooperationen? Kein Plan davon. Bloggen war ein Hobby, ich habe mich über jeden kleinen Zugriff auf meinen Blog gefreut. Doch irgendwann rutschte auch bei mir der Gedanke nach Reichweite und Erfolg in Vordergrund. Dabei ging der Spaß an der Sache selbst komplett verloren.

“Schreiben wollte ich die ganze Zeit.”

Was ich aber nie verlor, aber nie eine weitere Möglichkeit hatte es zu teilen, war die Lust am Schreiben selbst. Worte sind immer noch ein schönes Instrument Gedanken zu ordnen, sich selbst einen Platz zu schaffen. Mir geht es beim Bloggen nicht um irgendwelche Kooperationen, Werbeeinnahmen, die Zugriffszahl. All das hat mir nämlich die Lust genommen. Awards, Nominees, für Firmen schreiben, um noch mehr zu bekommen. Versteht mich nicht falsch. Ich verurteile daran nichts, wenn man sein Leben (oder auch nur einen Teil davon) mit bloggen bestreitet. Ich ziehe meinen Hut vor dem Vermarktungsgenie und dem Alleinstellungsmerkmal, was man sich erarbeitet hat. Es ist nicht einfach aus der Masse an Influencern herauszustechen, denn es heißt auch einen Teil seines Privatlebens zu teilen und sich angreifbar zu machen. Vom Durchhaltevermögen möchte ich gar nicht erst anfangen. Das ist sowieso eine Leistung, die ich ohne Neid anerkenne. Nicht wenige Blogger, Influencer (“Gesundheit!”) können ab einem bestimmten Grad nicht damit umgehen, was auch absolut verständlich ist. Heutzutage ist es in Mode gekommen jeden sofort ungefiltert seine Meinung zu sagen ohne mit den Folgen umgehen zu können. Überraschung, das Internet wird größtenteils von Menschen befüllt! Beleidigungen, Vorwürfe oder Stalking, üble Nachrede ist für viele Leute kein Neuland mehr. Es ist leider gang und gäbe. Aber wieder zurück zum eigentlichen Thema: Die Lust am Schreiben.

Kreativität kennt kein Konzept

In mir brodelt es textseitens schon eine Weile. Ich habe diverse Word-Dokumente, die voll von kurzen Geschichten und Gedankengängen sind. Doch wohin soll der Blog denn dieses Mal führen? Ich bin da ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Hier soll kein Konzept dahinterstehen, was mich in eine Nische zwingt. Ich will ohne Zwang schreiben, Bilder teilen, Dinge kreieren. Der Blog soll das werden, was ich sonst auch bei instagram oder twitter zeige: Ich selbst. Nicht mehr, nicht weniger.

Okay, das hört sich nach viel an und gleichzeitig nach ziemlich wenig. Wie will man eine Persönlichkeit in einen Text zwängen? An der Frage scheiterten oder siegten schon viele Autoren. Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird. Das wird ein Abenteuer. Warum ich mir denn kein Konzept überlege: Ganz einfach, meine Interessen ändern sich. Niemand bleibt bei einer Sache sein Leben lang und niemand ist so eindimensional, dass er nur das eine ganz spezielle Interesse hat. Es gibt immer etwas, was dir mehr am Herzen liegt, als andere Dinge. Doch im Laufe der Zeit gewinnst du etwas hinzu, lässt andere Sachen fallen.

Die abschließenden Worte nach zwei Jahren Pause zu finden: Schwierig. Ich bin auf das kleine Abenteuer mehr als nur gespannt. Ich werde weiterhin unprofessionell bleiben. AdWords? Immer noch keinen Plan. Fotos gibt es entweder dank Unsplash oder meiner alten Handykamera. Ein Farbkonzept? Ach was, wer braucht das schon. Mal einen Monat Stille? Ja, kann passieren. Ich freue mich darauf weiterhin keinen Erfolg zu haben und das nimmt den Druck heraus & lässt der Freude am Schreiben so viel Platz. No fancy shit, versprochen! Danke.

 

Titelbild: Photo by Pineapple Supply Co. on Unsplash.

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