Ich fand heute beim Aufräumen meines Kleiderschranks eine Hose. Nun, das ist nichts Neues. Jeder hat wohl mindestens eine Hose. Doch diese Hose zeigt, was mit einem Menschen so passieren kann. Sie steht für mich für Veränderung und eine immer wiederkehrende Frage.

 Dieses ominöse Stück Kleidung trug ich letzten Sommer aus Alternativlosigkeit. Weil einfach nichts mehr passte und es so sein musste. Es ist eine dunkelblaue Sommerhose, auch Chino genannt, mit einem Bändchen zum Binden. Im Allgemeinen sollte sie locker an Beinen und Bund sitzen, aber wie schon gesagt, sie passte gerade so. Heute, knapp ein Jahr später nach ihrem Kauf, zog ich sie wieder an. Ich fühlte mich wie in einem Sack. Egal wie fest ich oben zog und das Band zuknotete, sie passte einfach nicht. Sie war viel zu groß. Die Beine schlabberten, sie war zu lang und unförmig.

Wer jetzt glaubt, ich sei stolz auf mich in diesem Moment gewesen, der irrt sich. Es schockierte mich zutiefst.

Ich konnte es nicht fassen, was ich mit mir veranstaltet habe.

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