Zwischen den Bettlaken und der Wand.

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Es gibt Tage, da ist die Anziehungskraft meines Bettes so groß. Zu viel Gravitation um meine Bettdecke herum. Inzwischen kenne ich jeden Punkt meiner Zimmerdecke. Der kleine dunkle Fleck, irgendwann erschlug ich da eine Motte, ist ein Fixpunkt meiner Augen geworden. Dorthin starre ich, wenn ich meinen Gedanken unter der wohlig warmen Decke nachgehe. Dorthin schweift mein Blick ab, wenn meine Gedanken längst das Zimmer verlassen haben. Hier unter meiner Decke, im Schutz der Wärme meines Körper, zwischen den Kissen, fühle ich mich wohl.

Es ist mein Rückzugspunkt, mein Tagesmittelpunkt. Eigentlich brauche ich nur dieses Bett um zu überleben. 

Trotzdem schlafe ich in einigen Nächten nicht in meinem Bett auf der linken Seite am Fenster. Sondern auf der Couch, die zwar bequem ist, doch eigentlich nicht zum Schlafen gemacht. Dann fürchte ich meine rechte Bettseite, die immer frei bleibt, belegt durch Laptop und Bücher. Dann ist mir dieser Ankerpunkt zu viel. 

Auch der Couch hänge ich anderen Gedanken nach. Alten und kaputten. Dann starre ich das Rollo an oder vergrabe mein Gesicht so tief in mein Kissen bis es mir zu warm ist. Alles zu viel.

Manchmal in diesen Nächten schleiche ist heimlich wieder ins Bett, zwischen die Decken und meinen Kissen. Schiebe die Bücher und das Laptop weg, denn es ist mein Bett. Mein Lebenspunkt für wohlig warme Gedanken. 

1 Comment

  1. avatar 8. August 2014 / 12:46

    Ich weiss sowas von 100%ig genau was du meinst!

    Ich habe mal nach einer Trennung fast 3 Monate lang auf dem viel zu kleinen Sofa geschlafen, weil ich „Angst“ vor meinem Bett hatte. Dabei ist es so ein liebes Bett… Hmmm…

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